Zecken

Auch in Hessen ein Thema: Zecken!

Sie sind immer mehr auf dem Vormarsch und können viele unterschiedliche Krankheiten übertragen. Am bekanntesten ist sicherlich neben der FSME (Frühsommer-Hirnhautentzündung) die Borreliose. Sie leben auf Gräsern, Sträucher und Büschen und streifen sich von dort aus auf einen geeigneten Wirt ab - auf die Kleidung oder das Fell. Die winzigen Larven und kleinen Nymphen klettern bis 50 Zentimeter, die ausgewachsenen Tiere bis in 1,50 Meter Höhe. Haben sie eine geeignete Stelle zum Stechen entdeckt, wird diese durch spezielle Stoffe im Speichel der Zecke betäubt, so dass wir häufig gar nichts davon bemerken.

Inzwischen ist bundesweit fast jede dritte Zecke mit Borreliose infiziert. Auch die Übertragung der FSME ist nicht mehr auf den Süden Deutschlands beschränkt.

Gegen die FSME empfiehlt sich eine Impfung für alle Personen, die sich in ihrer Freizeit oder im Urlaub in der Natur bewegen. Die Krankenkassen übernehmen in den Risikogebieten die Kosten hierfür. Möglich ist diese bei jedem Hausarzt. Für eine Grundimmunisierung sind insgesamt drei Impfungen innerhalb eines Jahres notwendig. Eine Auffrischung sollte dann alle drei Jahre erfolgen.

Gegen Borreliose allerdings gibt es bislang keinen Impfstoff!

Daher ist es unbedingt erforderlich, sich auf diese "Gefahr" einzustellen. Informieren Sie sich über das Verbreitungsgebiet der Zecken zum Beispiel auf der Internetseite www.zecken.de. Dort finden Sie eine Karte, der Sie die Verbreitungsgebiete entnehmen können, in welchen Sie besonders vorsichtig sein sollten. Weisen Sie die Gruppenleiter oder auch Lehrkräfte auf die Gefahr der Zeckenstiche hin und legen Sie mindestens eine Zeckenzange in Ihre Hausapotheke oder auch für Ihren Ausflug ins Grüne bereit. Nach Ausflügen in Wald oder Wiese sollten alle Personen sorgfältig nach eventuellen Zecken abgesucht werden. Diese befinden sich insbesondere an besonders warmen Körperstellen (zum Beispiel Achselhöhle, Leistenbeuge und so weiter) und sind auf heller Kleidung gut zu erkennen. Zecken sollten so schnell wie möglich entfernt werden. Die betroffene Stelle wird dabei nicht mit irgendwelchen Mitteln behandelt, die Zecke muss mit dem gesamten Kopf und Beißwerkzeug gerade aus der Haut heraus gezogen werden. Bitte kontrollieren sie anschließend, ob sie die gesamte Zecke entfernen konnten. Sollte dies nicht möglich sein, wenden Sie sich vorsichtshalber bitte an einen Arzt ein. Treten bei dem Betroffenen auffällige typische Hautrötungen um einen Stich sowie Kopf- und Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen sowie erhöhte Müdigkeit auf, wenden Sie sich sofort an einen Arzt.

Bedingten Schutz bieten auch Zeckenschutzmittel, zum Beispiel Autan, Zanzarin, Nexa Lotte. Absolut zuverlässig sind aber auch diese nicht. Es ist wird dazu geraten, Beine und Arme bei Aufenthalten in Wiesen und Wäldern zu bedecken und gegebenenfalls die Strümpfe über die Hosenbeine zu ziehen, um der Zecke weniger Angriffspunkte zu liefern. Auf breiten Waldwegen besteht nur geringe Gefahr.

Die Internetseite: www.zeckenschule.de bietet Kindern und Eltern ebenfalls umfassende Informationen zu diesem Thema. Über die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Landesverband Bayern, Telefon (089) 28 43 94 kann das Informationsblatt "Augen auf im Wald! Gefahr erkannt - Gefahr gebannt" für 0,25 € bezogen werden. Dort sind alle möglichen Gefahren - auch für Kinder sehr gut erklärt - zusammen gefasst.
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