
"DeutschSommer" erstmals für 255 Kinder in Frankfurt, Hanau, Offenbach und Wiesbaden
Frankfurter Projekt erhält Auszeichnung als "Ort im Land der Ideen"
Frankfurt, 5. Juli 2010. Zum ersten Mal ist das Sprachförderprogramm "DeutschSommer" heute gleichzeitig in vier Kommunen im Rhein-Main-Gebiet gestartet. In der Zeit vom 5. bis 23. Juli bietet das Projekt Drittklässlern eine intensive Deutschförderung in den Sommerferien. Nach drei erfolgreichen Projektdurchläufen in Frankfurt wird der DeutschSommer in diesem Jahr auch in Offenbach, Hanau und Wiesbaden durchgeführt. Insgesamt 255 Kinder können im Juli an den vier Projektstandorten an den Sprachferien teilnehmen: 150 in Frankfurt, 45 in Offenbach und jeweils 30 in Hanau und in Wiesbaden.
Der DeutschSommer zielt auf eine deutliche Verbesserung des sprachlichen Verständnisses und Ausdrucks kurz vor Beginn des für die weitere Schullaufbahn so entscheidenden vierten Schuljahres. In fünf Jugendherbergen der Region erhalten Drittklässler mit intensivem Förderbedarf in der deutschen Sprache täglich zwei Stunden Deutschunterricht und zwei Stunden sprachintensives Theaterspiel, ergänzt um ein anregendes Freizeitprogramm. Mit Betreuungs-Teams, bestehend aus einer Lehrkraft für Deutsch als Zweitsprache, einem Theaterpädagogen und einem Sozialpädagogen, werden die drei DeutschSommer-Schwerpunkte – Sprache, Theater und Freizeit – eng miteinander verzahnt.
Die teilnehmenden 150 Frankfurter Kinder stammen aus 27 Stadtteilen, vor allem aus dem Gallus, dem Ostend und aus Höchst. Rund 90 Prozent der Kinder haben einen Zuwandererhintergrund: Insgesamt sind 42 Herkunftsländer vertreten. Die Kinder kommen aus 39 Frankfurter Grundschulen.
Am 16. September 2010 wird der DeutschSommer „Ausgewählter Ort des Tages“ in der Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ sein. Im Rahmen eines bundesweiten Wettbewerbs werden insgesamt 365 Projekte gekürt, die sich jeweils an einem Tag im Jahr der Öffentlichkeit mit ihrer Idee präsentieren. Zu den Auswahlkriterien für eine Teilnahme gehören: Zukunftsorientierung, Originalität und Gemeinwohlverpflichtung des Projekts. Die Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten und wird von der Bundesregierung, der Wirtschaft – vertreten durch den Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) – sowie von führenden Unternehmen getragen. Realisiert wird der Wettbewerb der „365 Orte im Land der Ideen“ in Kooperation mit der Deutschen Bank.
Die Stiftung Polytechnische Gesellschaft setzt den Frankfurter DeutschSommer auch 2010 mit kompetenten Partnern um: das Amt für multikulturelle Angelegenheiten Frankfurt, das Staatliche Schulamt für die Stadt Frankfurt, das Dezernat II – Bildung und Frauen der Stadt Frankfurt, die Volkshochschule Frankfurt am Main sowie das Deutsche Jugendherbergswerk - Landesverband Hessen e.V. Die Carls Stiftung, die Deutsche Bank Stiftung, die Peter Fuld Stiftung, die Stiftung Citoyen, die Marga und Kurt Möllgaard-Stiftung und der Union International Club e.V. beteiligen sich an dem Projekt durch die Übernahme von Stipendienplätzen.
In Hanau, Offenbach und Wiesbaden wurden zur Durchführung des DeutschSommers neue öffentlich-private Bildungsallianzen mit dem Hessischen Kultusministerium, den Kommunen und Stiftungen geschaffen. Die Deutsche Bank Stiftung hat für alle Standorte die Regionalpartnerschaft übernommen, in Wiesbaden ist sie gleichzeitig lokaler Partner. In Offenbach wird das Projekt zusätzlich von der Dr. Marschner-Stiftung und in Hanau von der Heraeus Bildungsstiftung gefördert. Die Stiftung Polytechnische Gesellschaft ist an diesen drei Standorten für das pädagogische Konzept verantwortlich und liefert die konzeptionelle Unterstützung.
Kontakt:
Lena Setzer, Stiftung Polytechnische Gesellschaft
Telefon (0 69) 83 83 06 - 16








